Hüttenabenteuer am Großglockner – In 6 Etappen mit Hund durchs Hochgebirge
Sechs Etappen, eine Runde rund um den Großglockner – Österreichs höchsten Berg – und jede Menge Abenteuer zwischen Hütten, Bergen und unberührter Natur. Von gemütlichen Berghütten über grüne Almen bis hin zu atemberaubenden Ausblicken auf schneebedeckte Gipfel: Diese Wanderung zeigt den Großglockner von seiner schönsten Seite. Mit Hund an der Seite wird jeder Schritt zu einem kleinen Abenteuer – über plätschernde Bäche, vorbei an glitzernden Bergseen und stets begleitet vom Panorama des mächtigen Berges, der mit 3.798 Metern stolz über das Hochtal thront. Sechs Tage, sechs Etappen – und am Ende jede Menge Erinnerungen, die noch lange nachhallen.
Wo der Berg den Himmel berührt – zwischen Gänsehautmomenten und Gipfelblicken
10. – 15. August 2025
6 Tage – 110 km – 5287 Hm Aufstieg – 6937 Hm Abstieg
Die Glockner Runde stand schon lange auf unserer Bucket Liste. Die Planung der Etappen und der Hütten muss mit Hund immer individuell und flexibel geplant werden. Nicht auf jeder Hütte sind Hunde willkommen. Aber auch bei dieser Weitwanderung haben wir es ein weiteres Mal geschafft, die Etappen und Übernachtungen mit Amy unter einen Hut zu bringen.
Amy könnte direkt einen Rucksack alleine füllen mit all ihrer vielen, wichtigen Wander-Utensilien.















Dann war Alles gebucht, reserviert, gepackt und zusammengestellt
Großglockner wir kommen
Für 7 Tage einen Stellplatz für unser Wohnmobil zu finden, war gar nicht so einfach. Schließlich war August, Ferienzeit und volle Hauptsaison. Campingplätze waren total ausgebucht und nach langem telefonieren, konnten wir unser Womo in Grieß bei Bruck im “Tauernstorage“ privat abstellen. Das alte Sägewerk dient mittlerweile als Stellplatz und Abstellplatz für Vielerlei. Perfekt für uns.
- 1. Etappe: Stausee Mooserboden ( 2040 m ) – Rudolfshütte ( 2315 m )
- 17,5 km – 1090 hm – 8,1 h ( Bewegungszeit 5,5 h )
- 2. Etappe: Rudolfshütte ( 2315 m ) – Sudetendeutsche Hütte ( 2656 m )
- 17,5 km – 1220 hm – 9,5 h ( Bewegungszeit 6,15 h )
- 3. Etappe: Sudetendeutsche Hütte ( 2656 m ) – Kals ( 1324 m )
- 17,1 km – 440 hm – 6,75 h ( Bewegungszeit 4,5 h )
- 4. Etappe: Kals ( 1324 m ) – Salmhütte ( 2644 m )
- 10,8 km – 1020 hm – 6 h ( Bewegungszeit 3,1 h )
- 5. Etappe: Salmhütte ( 2644 m ) – Glocknerhaus ( 2132 m )
- 15,9 km – 740 hm – 7,75 h ( Bewegungszeit 4,45 h )
- 6. Etappe: Glocknerhaus ( 2132 m ) – Fusch ( 813 m )
- 31,2 km – 780 hm – 10,5 h ( Bewegungszeit 8 h )
1.Etappe:
Stausee Mooserboden ( 2040 m ) – Rudolfshütte ( 2315 m )
Ausgangspunkt und unser Startpunkt war am Tauernstorage, Parkplatz für unser Wohnmobil für 6 Tage. Da es an einem Sonntag schwierig war mit dem Bus zum Stausee Mooserboden zu gelangen, gönnten wir uns ein Taxi, dass uns bis nach Kaprun, zum Ende der Kesselfallstraße brachte.
Mit dem Busshuttle ( 45 € – 2 Personen + Hund ) war die Anfahrt schon ein kleines Abenteuer: Der Bus führte uns durch enge Tunnel, bis wir schließlich den Schrägaufzug erreichten. Steil ging es mit ihm am Berghang hinauf, bevor uns ein weiterer Bus erneut durch Tunnel direkt zum Mooserboden brachte.
Oben angekommen, eröffnete sich ein beeindruckendes Panorama. Der türkis schimmernde Stausee lag vor uns – still und mächtig zugleich. Hier begann die eigentliche Wanderung. Wir folgten dem Weg am linken Ufer des Stausees bis zum hinteren Ende. Dort startete der Aufstieg zum Kapruner Törl auf 2.639 Metern Höhe. Der Weg führte uns durch alpine Landschaft, teils über Geröll, bis wir den Übergang erreichten und den Blick ins nächste Tal genießen konnten.





Vom Törl aus stiegen wir steil auf der anderen Seite ab. Einen fantastischen Blick konnten wir von hier oben auf den Tauernmoossee genießen. Unten am Fluß waren die Felsen schneeweiß und das Wasser glasklar. Hier legten wir noch eine kurze Pause ein, bevor wir den letzten Aufstieg für diesen Tag in Angriff nahmen. Danach folgte ein weiterer Anstieg, der uns schließlich zur Rudolfshütte führte. Müde, aber zufrieden, erreichten wir unser Etappenziel – ein abwechslungsreicher Tag mit einer Mischung aus eindrucksvollen Bauwerken und großartiger Hochgebirgslandschaft.





Danach folgte ein weiterer Anstieg, der uns schließlich zur Rudolfshütte führte. Müde, aber zufrieden, erreichten wir unser Etappenziel – ein abwechslungsreicher Tag mit einer Mischung aus eindrucksvollen Bauwerken und großartiger Hochgebirgslandschaft.




2. Etappe
Rudolfshütte ( 2315 m ) – Sudetendeutsche Hütte ( 2656 m )
Am Morgen starteten wir früh am Morgen an der Rudolfshütte. Zunächst führte uns der Weg am See vorbei, bevor wir über ausgedehntes Blockwerk den Anstieg erreichten. Schon bald ging es auf den Silesia-Höhenweg, der uns stets hoch oben am Hang entlangführte. Der Pfad bot immer wieder eindrucksvolle Blicke ins Tal und auf die umliegenden Gipfel.







Nach einem längeren Abschnitt auf gleichbleibender Höhe wurde der Weg schließlich steiler. Über ein weiteres Törl und weiteres grobes Blockwerk stiegen wir weiter hinauf. Der letzte Teil der Etappe führte uns noch über Geröll- und Steinfelder leicht bergab, bis wir unser Ziel, die Sudetendeutsche Hütte, erreichten.




Eine abwechslungsreiche Etappe, die Kondition erfordert, aber mit fantastischen Ausblicken und alpinem Charakter belohnt.




3.Etappe
Sudetendeutsche Hütte ( 2656 m ) – Kals ( 1324 m )
Bei Sonnenaufgang erwartete uns ein Meer aus Nebel unterhalb der Hütte. Ein magischer Moment hoch oben auf dem Berg.



Nach einem leckeren Frühstück begann der Aufstieg über seilversicherte Felsen – ein spannender Abschnitt, der gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderte.
Auf der anderen Seite folgte der Abstieg über den Sudetendeutschen Höhenweg, mit fantastischer Aussicht und unbeschreiblicher Fernsicht.




Der Weg führte uns schließlich über Wiesen am Fluß entlang hinunter nach Kals, wo wir unser Ziel, das Well Dorado, erreichten.
4.Etappe
Kals ( 1324 m ) – Salmhütte ( 2644 m )
Am Morgen fuhren wir mit dem Bus bis zum Lucknerhaus, und sparten uns somit 500 hm, die nur durch den Wald gingen. Von dort startete unser Aufstieg zur Glorerhütte, wo wir eine wohlverdiente Mittagspause einlegten.



Danach folgte ein kurzer Abstieg, bevor wir den letzten kleinen Anstieg zur Salmhütte in Angriff nahmen – eine abwechslungsreiche Etappe mit tollen Ausblicken auf die umliegende Berglandschaft.



Die Salmhütte immer im Blick.


Auf der Salmhütte durften wir im Winterraum übernachten, den wir ganz für uns alleine hatten.




Die Übernachtung im Winterraum der Salmhütte war ruhig und schlicht – ein schöner Kontrast zu den eindrucksvollen Erlebnissen des Tages.
5. Etappe
Salmhütte ( 2644 m ) – Glocknerhaus ( 2132 m )
Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg. Der Pfad führte direkt von der Hütte weg am Berghang entlang, wo uns Schafe und Murmeltiere begleiteten und die Landschaft besonders lebendig machten ( vor allem für Amy ). Eine kurze, seilversicherte Passage brachte etwas Spannung in den Start der Etappe.


Oben auf einer Kuppe öffnete sich der Blick – gigantisch: der Großglockner in voller Pracht und darunter der schimmernde Gletschersee. Von hier begann der steile Abstieg bis zum Seeufer.


Nach einer kurzen Verschnaufpause folgte der nächste Anstieg. Steil ging es hinauf bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, wo wir mit eindrucksvollen Ausblicken über die Hochgebirgswelt belohnt wurden. Anschließend führte uns ein kleiner Abstieg hinunter zum Glocknerhaus.




6.Etappe
Glocknerhaus ( 2132 m ) – Fusch ( 813 m )
Direkt vom Glocknerhaus war der Anstieg steil hinauf, vorbei an zwei Bergseen über die untere Pfanderlscharte. Auf der anderen Seite war der Abstieg steil auf losem Geröll.




Beim Abstieg bis ins Tal machten wir eine Pause auf der Trauner-Alm – eine willkommene Gelegenheit, die Beine auszuruhen und die Aussicht zu genießen. Nach einem kühlen Getränk und einem leckeren Vesper zog sich der Weg noch weit durch das Käfertal, bis wir schließlich Fusch erreichten und im Hotel Post unser Ziel fanden. Amy bekam eine Abkühlung bei sehr warmen Temperaturen.



7. Etappe
Von Fusch zurück nach Bruck
Am Morgen nahmen wir den Bus von Fusch nach Bruck. Von dort waren es nur noch wenige Kilometer, bis wir wieder bei unserem Wohnmobil ankamen – der Schlusspunkt einer eindrucksvollen Tour.






